Presse-Echo


Ruppiner Anzeiger 12. 6. 2018
Der Klang der Anden, der Karibik und der Pampa
Die Gruppe IntiSonLatino ließ im Gutshaus Köpernitz Latino-Rhytmen erklingen

Im Kulturgutshaus kommt Musik aus anderen Ländern immer gut an (...) Und so war es auch am Sonntag nicht erstaunlich, dass Bernd Donner, der Vorsitzende des Fördervereins des Gutshauses, rund 60 Zuhörer zum Konzert der Gruppe IntiSonLatino begrüßen konnte (...) Mit ihrer Musik entführten die Drei ihre Zuhörer in die argentinische Pampa, in die Wüsten Chiles sowie nach Bolivien, Peru, Kolumbien und Ecuador (...) Eröffnet wurde das Konzert mit „Carnavalito“, einem Song von Edmundo Zaldívar, bei dem Hector Garibaldi in einem bunten Kostüm singend in den Saal marschierte.



Märkische Oderzeitung, Barnim Echo, 31. 3. 2017

Die Gruppe IntiSonLatino mit Musikern aus Cuba, Ecuador und Deutschland gastiert am Freitag in Angermünde. Seit 2011 sind sie als Trio unterwegs. Ihr Programm folgt den großen Melodien und Stimmen Südamerikas und der Karibik – von Mercedes Sosa und Facundo Cabral bis Guillermo Portabales und Compay Segundo vom legendären Buena Vista Social Club in Havanna. Auch traditionelle Indígena-Gesänge finden sich im Repertoire … 



B. Z. Berlin am 30. 8. 2016

Im Frühherbst 1976 besuchte Gilsenbach Biermann in dessen Berliner Wohnung in der Chausseestraße. Biermann hatte Angst, dass die Stasi seine seit 1954 verfassten Tagebücher in die Hände bekommen könnte. Deshalb schmuggelte Gilsenbach zwei schwere Koffer mit Biermanns Tagebüchern aus der vom Spitzeldienst observierten Biermann-Wohnung und vergrub diese in einem Metall- Tornister unter seinem Brodowiner Holzschuppen. Er erzählte niemandem davon. Die Bücher gerieten nie in die Hände der Stasi, auch nicht, nachdem Biermann nach seinem Kölner Konzert im November 1976 überraschend in den Westen ausgebürgert wurde…

Link



taz. am Wochenende 4./5.6.2016 (Berlin)

… während sie um ihren See führt, Nachtfalter aufsammelt und davon erzählt, dass sie sich hier ganz allein um die Hühner und Hunde kümmert und mit Gemüse selbst versorgt, da wird klar: Das Dorf Brodowin ist für viele, die hier leben, jenseits des großen Ökodorf-Betriebs auch ein utopischer Ort. Und schon lange ein Nest der Naturschützer. Und damit auch ein Nest des Widerstands, gegen das Gängige, gegen die Umweltverschmutzung (…) Inzwischen sind wir in ihrem Wohnzimmer angekommen. Die Gitarre lehnt am Bücherregal, es gibt ein Klavier. Angelehnt an die berühmten Brodowiner Gespräche, die Reimar Gilsenbach 1981 ins Leben gerufen hatte, finden hier seit 2005 die Neuen Brodowiner Gespräche statt. Volker Braun hat hier gelesen, Christoph Hein … 



Märkische Oderzeitung, Veranstaltungsbeilage:
Wo?Hin! Kultur, Kino, Freizeit, 23. 7. bis 29. 7. 2015:


Buena Vista Gilsenbach
Auf eine musikalische Reise durch Südamerika und die Karibik nehmen IntiSonLatino ihre Konzertbesucher mit. Die Formation, die unermüdlich durch Brandenburg tourt, lädt nun zu einem sommerlichen Nachmittagskonzert mit Kaffeetafel nach Prenzlau. Gegründet wurde IntiSonLatino von Hannelore Gilsenbach aus Brodowin, die gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann Reimar eine wichtige Rolle in der Menschenrechts- und Umweltbewegung der DDR gespielt hat. Die Liedermacherin erinnert noch heute mit publizistischen Einwürfen an die kämpferischen 80-er Jahre (…) Die Musiker interpretieren Melodien großer Künstler (…) Über Argentinien, Chile und Venezuela führt die Reise nach Kolumbien, Kuba und Ecuador.




Märkische Oderzeitung, 6. 6. 2015:

Für Hannelore Gilsenbach stand fest, dass dem Wolf gerade in dichter besiedelten Gegenden stärker Einhalt geboten werden müsse. Die Devise „Freies Land für freie Wölfe“ sei eine Folge des zu hohen Schutzstatus'. „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren jeweiligen Umweltminister. Der schickt Ihnen eine Broschüre. Vielleicht auch zwei“, polemisierte die Biologin.



Südwestdeutsche Zeitung/DIE RHEINPFALZ, 2. 6. 2015:
„Wie die NS-Kunst über Nacht verschwand“

Im Sommer 1990 standen auf dem Sportplatz in Eberswalde nur noch die russischen Propaganda-Schilder (…) Die Umweltschützerin, Künstlerin und DDR-Regimekritikerin Hannelore Gilsenbach ging daraufhin auf die Suche. Sie fragte den ehemaligen SED-Bürgermeister (…), sie schrieb ans DDR-Kulturministerium und ans Oberkommando der UdSSR-Weststreitkräfte. Doch niemand konnte oder wollte etwas sagen. Nur ein paar russische Offiziere plauderten.
Siehe auch: Hannelore Kurth: „Brauner Akt für rote Soldaten“ Magazin 3/91;
„Des Künders vertrackte Botschaft“, Märkische Oderzeitung, 8. 6. 1991.




RBB, OZON unterwegs, 20. 4. 2015:
Biberalarm in Brandenburg

Die Hunde schlagen jede Nacht an – wenn der Biber auf Hannelore Gilsenbachs Grundstück aktiv wird. Vor einem Jahr hat er hier Quartier bezogen, seitdem ist es mit der Ruhe vorbei.

Immer wieder fährt die in Brandenburg lebende Biologin und Naturschützerin nach Eberswalde zum Baumarkt, weil der Maschendraht alle ist. Mehr als ein Dutzend Rollen hat sie schon gekauft, fast 700 laufende Meter für mehr als 600 Euro. Es ist ihre Investition, um ein Paradies zu bewahren: Ihr Grundstück liegt im Schutzgebiet Plagefenn.

Fast 100 Gehölze hat sie schon verloren – unten am Stamm abgenagt und zu Fall gebracht vom Biber.

Panoramabeitrag siehe RBB-online: Link (Hinweis: Nur bis April 2016 abrufbar!)
Sendung in der RBB-Mediathek: Link (Hinweis: Nur bis April 2016 abrufbar!)




Märkische Oderzeitung, Red. Bad Freienwalde, 18. 8. 2014:

Ungewöhnliche Rhythmen und Getrommel drangen am Sonnabendnachmittag aus dem Noltinghof in Neulewin. Die Schriftstellerin und Sängerin Hannelore Gilsenbach war erstmals dort mit dem Trio „IntiSonLatino“ zu Gast. 40 Gäste begrüßte Bärbel Nolting vom Verein Kunst und Kultur Neulewin.
Seit zwei Jahren tourt die Brodowinerin mit Hector Garibaldy aus Ecuador und Braulio Fidel aus Kuba durch die Region, spielte bereits häufiger im Moorbad in Bad Freienwalde. Hannelore Gilsenbach ist bekannt für ihre kritischen Texte. Dieser Gewohnheit bleibt sie auch jetzt treu, indem sie beispielsweise die harte, schlecht bezahlte Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern des alten Kubas besingt oder in dem sie ein Lied des argentinischen Komponisten Facundo Cabral ins Programm aufnimmt. Er wurde 1996 von der UNO als „Weltbotschafter des Friedens“ ausgezeichnet und 2011 in Guatemala ermordet.




Märkische Oderzeitung (Bernau), Barnim Echo, 28. 7. 2014:

Politische Karikaturen im „Hühnerstall“. Wilfried Staufenbiel zeigt in seiner Galerie zahlreiche Werke von Paul „Kay“ Labowsky / Trio IntiSonLatino begeisterte Publikum: Lieder und Gesänge aus dem fernen Lateinamerika präsentierte am Sonnabend das Trio „IntiSonLatino“ (…) Die Musiker erfreuten die Zuhörer  im „Hühnerstall“ mit Weisen aus Chile, Ekuador, Argentinien sowie Kuba, Uruguay und Venezuela.



Märkische Oderzeitung, Barnim Echo, 14. 7. 2014:

Neben Schlagermusik aus der Konserve gab es einen echten musikalischen Höhepunkt, den Auftritt der Gruppe IntiSonLatino um die Brodowinerin Hannelore Gilsenbach, deren temperamentvolle Folklore bestens dazu geeignet war, den Wolken am Himmel ein fröhliches Na und entgegenzusetzen.



Märkische Oderzeitung,Veranstaltungsbeilage:
Wo?Hin! Kultur, Kino, Freizeit, 28. 6. bis 2. 7. 2014:


Bolero, Samba, Son – kein Musikstil ist zu exotisch für das Trio IntiSonLatino. Kein Wunder, ist die Besetzung doch international. Der Kubaner Braulio Fidel bedient neben der Gitarre auch diverse Percussion-Instrumente. Hector Garibaldy aus Ecuador ist ähnlich vielseitig. Neben der Guiro spielt er die Maracas, die Kastentrommel Cajón und anderes Schlagwerk. Sängerin und Gitarristin Hannelore Gilsenbach vervollständigt die Band, die am Sonnabend (28. 6.), 19 Uhr im Matisse im Eberswalder Quartier No. 7 auftritt.



Märkische Oderzeitung, Red. Bad Freienwalde, 3. 9. 2012:

Die vierköpfige Band IntiSonLatino ist noch gar nicht lange in dieser Formation zusammen, spielte jedoch, als ob sie sich schon seit Kindertagen kennen würden. Mit volkstümlichen Instrumenten und südamerikanischen Rhythmen zogen die Musiker das Publikum schnell in ihren Bann.



Märkische Oderzeitung, 7. 11. 2010:

Dass die Stücke dennoch nicht resignativ ausfallen, liegt an dem Wortwitz, der in den Texten aufblitzt. Und an dem stimmungsvollen Vortrag Hannelore Gilsenbachs, die ihre Stimme zwischen sanftem Klageton und kämpferischer Bissigkeit moduliert. Einige Stücke wie etwa der „Smog in Berlin“ lassen einen an Wolf Biermann geschulten Umgang mit Sprache und musikalischen Ausdrucksmitteln erahnen. Immer wieder ist es ein lakonischer, zum Teil sarkastischer Humor, der die Widersprüchlichkeiten in der Doktrin der SED-Parteiführung bloßstellt.



Templiner Zeitung, 28. 1. 2010:

Für „Birdwatchers“ konnte der brasilianische Regisseur Marco Bechis eine Gemeinschaft der Guarani-Kaiowa-Indianer als Laienschauspieler gewinnen. Mit großer Authentizität zeigen sie ihren trostlosen Alltag, in dem sie ausgebeutet werden von den weißen Grundbesitzern und der viele von ihnen in den Selbstmord treibt … „Die brutalen Methoden der Grundbesitzer, die im Film gezeigt werden, sind in der Realität gängig“, bestätigte die Journalistin und Buchautorin Hannelore Gilsenbach in der anschließenden Gesprächsrunde im Café des MKC … Schnell entfernte sich das Gespräch vordergründig von „Birdwatchers“ hin beispielsweise zu Themen wie dem globalen Nord-Süd-Gefälle, christlicher Missionsarbeit in den betreffenden Gebieten oder den Schattenseiten des Kapitalismus.



Ostseezeitung, 14. 11. 2009:

Etwas anders war gestern der Unterricht an der Kröpeliner Grundschule „Am Mühlenberg“. Sie beteiligte sich an der bundesweiten Aktionswoche „Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek“, unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler … Gestern Morgen war Dr. Hannelore Gilsenbach zu Gast bei Grundschülern. Sie wollte Antwort auf die Frage geben „Wie gehen Menschen mit der Natur um?" Dazu zeigte die Schriftstellerin und freie Journalistin Dias über das Leben der Ureinwohner von Südamerika und Ozeanien, las aus ihrem Buch „Das Sonnenkind“. Und sie sang mit den Mädchen und Jungen gemeinsam Lieder.



Müritz-Zeitung, 23. 10. 2009:

Dazu legte sie ihnen auch das Leben der Ureinwohner Südamerikas nahe, die „noch ganz dicht an der Natur leben. Das tun wir nicht mehr. Bei uns passiert das Gegenteil: Wir wollen immer das teuerste Handy, das schnellste Auto. Dadurch verbrauchen wir aber viel schneller Rohstoffe als die Indianer und zerstören so die Erde“, sagte sie. Wie wichtig die Erde ist, erklärte sie so: „Sie ist so freundlich, uns festzuhalten. Und mit das Schönste auf ihr sind die Menschen, die fähig sind, ihre Vernunft zu gebrauchen.“



Märkische Allgemeine Zeitung, 27. 6. 2009:

Diese hochkarätige Runde entpuppte sich als harmonieuntaugliche Gemeinschaft, zumal Henneberg seinen Moderatoren-Part nicht als Seelsorgeauftrag missverstand. Spannung pur, als Gilsenbach Platzeck attackierte und ihm nicht nur vorhielt, das Tropen-Badeparadies „Tropical Islands“ würde den Energiebedarf von 4 000 Einfamilienhäusern fressen … Dissenz gab es zudem in der Rückschau: Gilsenbach und Schlüter sprachen vom „Anschluss der DDR“ an die Bundesrepublik und klagten über die Nichtberücksichtigung der in der Wende erarbeiteten, neuen gesamtdeutschen Verfassung.



Lausitzer Rundschau, 27. 6. 2009:

Es verbindet sie heute jenseits der Vergangenheit nicht nur wenig. Sie sind sehr, sehr unterschiedliche Wege gegangen und kommen heute zu weit auseinandertreibenden, sich widersprechenden Schlussfolgerungen. Gilsenbach, auch Succow und Schlüter sind sich treu darin geblieben, mit kaum weniger fundamentalem Blick als 1989 die Gegenwart zu kritisieren … Gilsenbach sagt, die nicht Angepassten stünden wieder vor Regierungsentscheidungen, die sie fassungslos machten … Und sie sagt mit Blick auf ihren Nachbarn Platzeck. „Ich bin damals nicht auf die Straße gegangen, damit heute wieder Dörfer in der Lausitz abgebaggert werden.“ Succow wird am radikalsten und prophezeit der „Betäubungsgesellschaft“ ein schreckliches Ende und glaubt nicht so recht daran, dass es noch gelingen könnte, die Menschheit von ihrem „Wachstumswahn“ zu befreien.



Berlinbladet. Informationsblatt der Deutsch-Schwedischen Gesellschaft Berlin e.V., Nr. 50/17. Jahrgang, November 2007 bis Februar 2008:

Wir erfuhren, dass Hannelore Gilsenbach als Kreistagsabgeordnete Mitte der 1980er Jahre eine Naturschutzkonzeption für den Kreis Eberswalde initiiert hatte. In der Folge wurden für die Landschaftsschutzgebiete – dazu gehörte auch der Choriner Endmoränenbogen – Pflegepläne erarbeitet. Das war quasi die Vorbereitung zu dem, was heute als Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin bekannt ist. Hannelore Gilsenbach engagiert sich aber auch im Bund für „Naturvölker“ …



Potsdamer Neueste Nachrichten, 11. 9. 2007:

Ministerpräsident Matthias Platzeck, der mit Gilsenbach befreundet und einer seiner Anhänger war, würdigte die Ikone des ostdeutschen Naturschutzes. Er erinnerte an die erste Potsdamer Umweltnacht, die wenige Tage nach dem Fall der Mauer am 15. November 1989 im Karl-Liebknecht-Stadion stattfand. Damals erlebten 15 000 Teilnehmer auch Reimar Gilsenbach, der bis dahin seine Umweltlieder nur im kleinen Kreis vorstellen durfte. Der 2001 verstorbene Umweltschützer, Schriftsteller und Liedermacher sei stets ein Vordenker der Demokratie gewesen, erklärte Platzeck, ein Mahner zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur …



Lausitzer Rundschau, 13. 9. 2007:

Immerhin, sagte der einstige Umweltminister und heutige Regierungschef, habe der Autor nach der Wende trotz aller Skepsis dem Staat noch eine Chance geben wollen. Hannelore Gilsenbach … musste dann allerdings ganz freundlich („lieber Matthias“) und doch bestimmt einiges wieder zurecht rücken. Kurz vor seinem Tod sei Gilsenbach in der Lausitz gewesen, der Dörfer wegen, denen die Zerstörung drohte. „Wer Horno wegbaggert, baggert sein Gewissen weg“, habe er in dem Ort, der heute nicht mehr existiert, gesagt. Was sie heute ganz besonders empöre, habe ihr Mann, der sich immer für den Erhalt der Regenwälder und ihrer Bewohner einsetzte, zum Glück nicht mehr erlebt: die „Eulenspiegelei“ der Touristenattraktion Tropical Island mit ihrem ungeheuren Energiebedarf …



Märkische Oderzeitung (Barnim Echo) 30. 7. 2007:

Energisch und mit klarer Stimme präsentierte die Biologin und Liedermacherin Songs aus ihren Vorwendeprogrammen – keine leichte Kost zum Wochenende. Die Gilsenbachs schauten damals über den Tellerrand des Vertrauens in die moderne DDR-Technik hinaus und warnten in ihren Gedichten und Liedern … In Brodowin hat sich vieles zum Besseren gewendet. Das Ökodorf ist eine Marke mit bundesweit gutem Ruf, die Rohrdommel und die Kröten sind wieder zurückgekehrt. Aber Hannelore Gilsenbach bleibt skeptisch … Sie fordert, einen globalen Blick zu entwickeln. Nur vor der eigenen Tür den Besen zu schwingen, würde nicht genügen. In ihren Liedern hätten damals Träume gesteckt. Vor den globalen Aufgaben erschienen sie ihr nur noch traumhafter …



Märkische Oderzeitung, 12./13. 5. 2007:

Dietmar Schulze, Staatssekretär im brandenburgischen Umwelministerium, erklärte: „Mit dem Geburtstag sind wir auch bei den großen Themen der Gegenwart: Stichwort Klimawandel.“ Allein mit der Unterschutzstellung eines Gebietes sei es nicht getan. Das Plagefenn, „noch heute ein Juwel unter den Schutzgebieten Brandenburgs“, sei ein Beleg dafür. Schulze appellierte, Naturerbe nicht kurzfristigen finanziellen Erwägungen zu opfern … Auch die vielen ehrenamtlichen Naturschützer wurden nicht vergessen. Henne dankte u. a. dem Engagement von Reimar Gilsenbach, dessen Witwe Hannelore am Abend ein Programm mit Liedern und Texten gestaltete.



Klötzer Nachrichten, 4. 5. 2007:

Sie wohnt mitten in einem Naturschutzgebiet … „Und damit stehe ich praktisch auch unter Naturschutz“, erklärte Dr. Hannelore Gilsenbach den Zinnbergschülern gestern. „Rechenmeister, Rechenmeister“, so war die Lesung … überschrieben. Doch in dem Lied ging es gar nicht ums Rechnen, stellten die Zinnbergschüler der vierten und sechsten Klassen schnell fest. Ganz im Gegenteil: Es ging um Werte, „und die sind unberechenbar“ …



Schweriner Volkszeitung, 3./4. 3. 2007:

Die Biologin, die noch zu DDR-Zeiten aus der Forschung ausstieg, damit alle persönlichen Sicherheiten über Bord warf, um sich einzig und allein der Schriftstellerei widmen zu können, ist in dem brandenburgischen Ökodorf Brodowin zu Hause. Dort lebt sie ganz allein auf einem Grundstück ohne Nachbarn, umgeben nur von Natur und ihren Tieren (ein Hund, ein Kater, elf Hühner). Sie lebt „isoliert“, aber isoliert von den Problemen dieser Welt hat sie sich keinesfalls … Kindgerecht und ohne erhobenen Zeigefinger gelang des der Autorin, die ihrer Naturbeobachtungen auch in einfühlsame Kinderlieder „übersetzt“, den Horizont des jungen Publikums zu erweitern …



Die Tageszeitung, 12. 9. 2006:

Das tat mal wieder gut: Laubfrösche, Grillen, Libellen und Wildgänse. Die Biologin Hannelore Gilsenbach hatte ins Naturschutzgebiet Plagefenn bei Chorin geladen … Bei diesem neuen Brodowiner Gespräch ging es um „Widerstand: Wie weiß man, wann er keinen Sinn mehr hat, und was ist die Rechtfertigung für Widerstand?“ … Weil Michael Gromm die Diskussion darüber mit einer Lesung aus seinem Horno-Buch begann, ging es um die Reaktionen von Politikern und Gerichten auf Widerstand, der sich unter anderem auch dagegen richtet, dass die Privatinteressen der Wirtschaft gern mit dem Allgemeinwohl verwechselt werden … Bei dem Brodowiner Gespräch kam Hannelore Gilsenbach abschließend auf den „Widerstand des Einzelnen“ zu sprechen, der laut Reimar Gilsenbach eine „moralische Pflicht“ sei – „vor allem für Schriftsteller und unabhängig von Mehrheiten.“



Märkische Oderzeitung, 25. 8. 2006:


Der im Jahr 2001 verstorbene Schriftsteller und Brandenburger Umweltliteratur-Preisträger Reimar Gilsenbach gehört nicht nur zu den herausragenden Persönlichkeiten der Region, sondern hat mit seinen Gedanken und Ideen auch maßgeblich die Entwicklung Brodowins zum Ökodorf initiiert. In seiner Autobiografie … schildert Gilsenbach eindrucksvoll seinen bewegten Lebenslauf durch verschiedene Gesellschaftssysteme – von Nazi-Deutschland über den DDR-Sozialismus bis zum vereinten Deutschland unter den Regeln der Marktwirtschaft …



Liga Libell, Grüne Liga Brandenburg e.V., Rundbrief 117, Juni 2006:


Hannelore Gilsenbach war bereits zum dritten Mal Gast beim Umweltsonntag, zweimal – 1988 und 1989 – war sie zusammen mit ihrem leider viel zu früh verstorbenen Mann, Reimar Gilsenbach, in Menz. Die Texte von Reimar und Hannelore Gilsenbach sind nach wie vor hochaktuell, egal ob als Lied oder als Auszug aus seinem Buch „Wer im Gleichschritt marschiert, geht in die falsche Richtung“ vorgetragen …



Neues Deutschland, 12. 9. 2005

An diesem Tag soll in seinem Haus im Naturschutzgebiet „Plagefenn“ an eine Tradition angeknüpft werden, die er hier vor 25 Jahren begründete. Damals hatte er die „Brodowiner Gespräche“ ins Leben gerufen, mit denen er Wissenschaftler, die sich mit Natur und Umwelt befassten, und Schriftsteller miteinander ins Gespräch bringen wollte … Einen Tag zuvor wird im Potsdamer Haus der Natur (Lindenstraße 34) eine kleine Ausstellung eröffnet, die an Gilsenbachs Leben und Wirken für die Natur und Umwelt erinnern soll.



Märkische Oderzeitung, 16. 9. 2005:

In den Buchhandlungen galten Gilsenbachs Werke gemeinhin als „Bückware“ und waren kurz nach ihrem Erscheinen bereits vergriffen. Heute wäre der Autor 80 Jahre geworden. Sein Geburtstag und sein Werk wird durch die Veranstaltungsreihe „Neue Brodowiner Gespräche“ gewürdigt. In Brodowin, seinem letzten Wohn- und Wirkungsort am Rande des Plagefenns, findet heute der erste Abend dieser Diskussionsreihe mit namhaften Wissenschaftlern, Schriftstellern und Musikern statt …




Nordkurier, Anklamer Zeitung, 15. 9. 2004:

So außergewöhnlich gut besucht sind die Montagsgespräche im Anklamer Lilienthal-Gymnasium selten. Ein abwechslungsreiches Programm der ehemaligen Schülerin Hannelore Gilsenbach mit Musik und Literatur lockte zahlreiche Schüler, Lehrer und Besucher in die Schulaula …



Die Rheinpfalz, 15. 6. 2004:

Einem musikalisch-literarischen Plädoyer für das Überleben des bedrohten indianischen Volks der Tenharim glich die Lesung in der Zentralbibliothek der Universität Kaiserslautern. Hannelore Gilsenbach las am Dienstagabend aus ihrem Buch „Hochzeit an der Transamazônica“, in dem sie eigene Eindrücke und Erlebnisse aus dem Regenwald Brasiliens verarbeitet hat …